INTRO FESTIVAL
EIN FESTIVAL FÜR DRAMATURGIE IN LEIPZIG

Wenn junge Menschen sich entscheiden, Dramaturgie zu studieren, tun sie das meist, um herauszufinden, was Dramaturgie alles sein kann. Wenn sie im Laufe des Studiums feststellen, dass die Antwort sich nicht in Seminarräumen und Bibliotheken finden lässt, sind sie gezwungen, die Türen und Fenster der Hochschulgemäuer aufzureißen und ihre Blicke in alle Himmelsrichtungen auszuwerfen. Auch – oder gerade – wenn die heimatliche Institution sie davon abhalten will.

Das INTRO Festival war ein anfänglich konzipiertes Masterabschlussprojekt im Studiengang Dramaturgie an der Hochschule für Musik und Theater “Felix Mendelssohn Bartholdy” in Leipzig. Ursprüngliches Ziel war die Vernetzung aller Abschlussprojekte des Studienganges. Dieses Ziel wurde im Auge behalten, weitere sind dazugekommen. Allen voran Kontaktaufnahmen: mit Studierenden des Deutschen Literaturinstitut Leipzigs, des Schauspielinstituts der eigenen Hochschule, anderen Dramaturgiestudierenden im deutschsprachigen Raum sowie mit einem vielseitigen Publikum an den unterschiedlichsten Veranstaltungsorten. Das Hauptziel gab sich jedoch erst im Laufe der Vorbereitungen zu erkennen: Die gemeinsame Suche nach einem verloren gegangenen Reiz am dramaturgischen Arbeiten, die auf unterschiedlichste Wege führte und die dazu diente, die eigene Schaffenskraft (wieder) zu entdecken. Da eine Modulordnung für diese Ziele nicht ausreichte und nicht die Arbeit eines jahrgangsübergreifenden Teams bewerten kann, hat sich das INTRO Festival im Laufe seiner Entstehung zu einer studentischen Initiative entwickelt. Heraus kamen 10 Tage, an denen diese Ziele verwirklicht wurden – entwickelt in inhaltlich, organisatorisch und finanzieller Eigenverantwortlichkeit von jungen Menschen, die erfahren haben, dass auf die Suche gehen vor allem bedeutet, Fragen zu stellen.

INTRO in Zahlen: 10 Tage, 6 Theaterpremieren, 4 Blogger, 2 Parties, 1 Gastspiel, 1 Literaturabend, 1 Studierendenkonferenz, 1 Workshop, 1 Kinonacht, 1 Abschlussdiskussion, zahlreiche Publikumsgespräche, unzählige Einführungen.

© PHILIPP URRUTIA